Nach den Erfolgen mit der ASI533-Kamera am Acuter 40/400 zur Sonnenbeobachtung und nachdem ich gesehen hatte, dass ein anderer Hobbyastronom zum TUCTag sein C8 mit einer Planetenkamera betrieb, musste ich doch mal nachschauen, was passiert, wenn ich die ASI533 an mein eigenes C8 montiere. Jupiter war zum Sonnenuntergang noch gut zu sehen und der Mond befand sich ebenfalls in zunehmender Phase. Aus diesem Grund mussten diese beiden Objekte zuerst dran glauben.

Die Sonne war hier noch nicht ganz untergegangen. Aufgenommen mit Barlow 2,25x.

Hier war es dann schon später. Aufgenommen ohne Barlow.

Zu meinem Erstaunen sind die ersten Aufnahmen tatsächlich geglückt – ok, der Jupiter vielleicht eher schlecht als recht. Der Mond hingegen kann sich echt sehen lassen. Die Vorgehensweise zur Bildaufnahme war im Prinzip die gleiche wie beim Acuter: Lucky Imaging durch Aufzeichnung eines Videos mit SharpCap. Da es noch zu hell war, um das C8 an Sternen oder mit StarSense zu kalibrieren, musste ich die Objekte manuell mittels Hand-Controller verfolgen. Es sei angemerkt, dass ein C8 auf einer NexStar-Montierung wackelt wie ein Entenarschpopo. Dazu kommt der Backlash im Getriebe, der Gegenkorrekturen recht schwierig macht. Insofern gelangen mir nur wenige Minuten Lucky-Imaging-Video je Himmelskörper.

Am nächsten Tag hatte ich dann nach kurzer Recherche herausgefunden, dass Jupiter nicht gerade langsam rotiert und man die Videos eigentlich auf etwa zwei Minuten beschränken sollte, da man sonst aufwendig derotieren muss. Also durch eigene Ignoranz und überstürztes Handeln wieder etwas Neues gelernt :-)

Der Jupiter mit Europa, Ganymed und Io